Mitarbeiter wollen nicht....
Werter Herr Rado
Nachdem ich 28 Jahre selbstständig ein Lebensmittelgeschäft geführt habe mit 6 Angestellten, die stets motiviert und fröhlich zur Arbeit erschienen sind, arbeite ich nun in einem Telefonverkaufsbetrieb, als Führungskraft.
Ich selber bin auch stets gut gelaunt, aufgestellt und motiviert, wird auch von der Geschäftsleitung gern gesehen und honoriert. Nun zu meinem Problem: Meine Mitarbeiterinnen, die meisten mit familiären oder anderen Sorgen, belastet sind, sitzen häufig unmotiviert am Arbeitsplatz, was sich dann auch sofort auf ihre Leistungen, (nicht erreichen des gesetzten Arbeitsziels) auswirkt. Auch nach einem geschäftsinternen Führungskurs, habe ich noch nicht den passenden Kick gefunden Sie aus diesem ''Loch'' heraus zu holen. Persönliche Gespräche, motivierende Bilder, etwas Süsses, und und und haben leider bis jetzt noch nicht allzu viel bewirkt.
Ich weiss der Telefonverkauf ist ein hartes Pflaster, aber vielleicht haben Sie mir einen geeigneten Tipp zur Motivierung.
Mit bestem Dank im voraus und freundlichen Grüssen.
Guten Tag
Kennen Sie das Motivationsdreieck? „Können – Dürfen – Wollen“. Wenn Sie die beiden Punkte „Können“ und „Dürfen“ ausgeschöpft haben, also Ihre Mitarbeitenden die notwendigen Fähigkeiten mitbringen oder geschult wurden, die notwendigen Kompetenzen für eine kompetente Erledigung der Arbeit haben, etc., etc., dann bleibt noch der dritte Punkt, das „Wollen“. Hier kann eine Führungskraft nur sehr begrenzt Einfluss nehmen. Wenn jemand nicht will, dann können Sie es vergessen, dann bleibt oft nur noch eine härtere Gangart.
Sie schreiben, dass die Mitarbeitenden ihre Ziele nicht erreichen. Da können Sie einhacken. Machen Sie den betroffenen klar, dass gesteckte Ziele nicht Wünschen sind, sondern Ziele, die es zu erreichen gibt. Machen Sie klar, dass Sie erwarten, dass diese Ziele erreicht werden. Sie müssen nicht gleich mit der Kündigung drohen, wenn sich die Situation aber nicht verbessert, ist ein Hinweis darauf manchmal hilfreich. Wenn dann wirklich alles nichts nützt, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als Ihre Mitarbeitenden auszuwechseln.
Oft ist es auch so, dass es ein „Rädelsführer“ gibt, der die anderen mitzieht. Suchen Sie sich die- oder denjenigen heraus uns beginnen Sie dort.
Ich wünsche Ihnen bei der Umsetzung viel Erfolg
Rolf Rado










