Sehr geehrter Herr Rado Innere Kündigung wie weiter? Seit April 08 bin ich als Kundenberaterin und Filialleiterin mit 6 MA tätig. Weiters gibt es 3 Standorte meiner jetzigen Firma. Schon in den ersten 3Monaten hatte ich meine Mühe mit der Ethik und einem Teil der Firmenstruktur. Die ich mit meinem Chef mehrmals besprochen habe. Versprechungen ohne klare Ziele. Hauptsache die Zahlen stimmen. Auf den Wunsch eines Probezeitgespräches wurde nicht reagiert. Teamsitzungen mit den Filialleitern wurde 1x nach mehrmaliger Anfrage durchgeführt. Kein Jahresgespräch wenn dann nur so zwischen Tür und Angel. Ich habe Ihn mehrmals auf meine Unzufriedenheit und die fehlende Unterstützung hingewiesen. Für mich ein fataler Führungsstil. Mit meinem Team mache ich regelmässige Sitzungen. Dazu kommt das ich weder gefordert noch gefördert bin und das ebenso kommuniziert hatte. Mein Selbstvertrauen ist auf dem Nullpunkt sodass ich gar nicht mehr weiss was ich will. Das ist kein Burnout sondern ein Boureout. Der Gedanke der Kündigung ist sehr präsent, selbstdas habe ich kommuniziert . Meine Frage wenn ich kündige muss ich den Grund reinschreiben? Kann ich auch ein Beiblatt in kurzer Zusammenfassung beilegen? Oder sehen Sie noch eine ander Möglichkeit? Ueber eine Arbeitspensum reduktion habe ich Ihn ebenfalls angesprochen. Antwort wir schauen. Herzlichen Dank für Ihre Antwort und Ihre Zeit.
Guten Tag
Wie ich meine, haben Sie bereits viel versucht, um die Sache ins Rollen zu bringen, offensichtlich ohne Erfolg. Deshalb scheint es mir eine recht hoffnungslose Situation zu sein. Da fällt mir auch nichts mehr ein, was ich Ihnen raten könnte.
In einer Kündigung müssen Sie keine Gründe nenne.
Wenn die Situation mit Ihrem Chef nicht schon dermassen hoffnungslos ist, Sie also noch miteinander reden, empfehle ich die Kündigung mündlich zu überbringen. Verlangen Sie einen Termin, nennen Sie die Gründe und lassen Sie die Kündigung von Ihrem Vorgesetzten gegenzeichnen. Dann können Sie das Kündigungsschreiben etwa wie folgt formulieren:
„Gemäss mündlicher Besprechung Kündige ich per….“
Wenn das nicht geht, dann können Sie selbstverständlich ein Beiblatt zur Kündigung schreiben und die beiden Schreiben zusammen eingeschrieben per Post senden.
Ich hoffe, das hilft Ihnen
Freundlich Grüsse
Rolf Rado










