Hallo, ich befinde mich derzeit in einer heiklen Situation. Ich war noch sehr jung als mir meine jetzigen Position als Teamleaderin Kundencenter + Abrechnung in einem Unternehmen, das deutschlandweit rund 50.000 Kunden und Partner hat, angeboten wurde. Ich bin mittlerweile 28 und führe seit 3 Jahren dieses Team. In letzter Zeit, kommt es mir allerdings so vor, als würde ich von meinen Mitarbeitern nicht mehr so recht ernstgenommen werden. Daher versuche ich, mich an einigen Punkten durchzusetzen. Jetzt ist es so, dass ich einen älteren Kollegen, der selbst einmal Abteilungsleiter war (ich bin ihm nicht weisungsbefugt) mit im Großraumbüro habe, der immer wieder meine Autorität untergräbt und mich vor meinen Mitarbeitern schlecht macht. Es gibt Entscheidungen und Regelungen im Büroaltag, die nunmal auch ihn betreffen und ich schreibe ihn dann natürlich genauso an, wie die anderen auch. Er schreibt mir dann zurück (an alle wohlgemerkt) dass ich ihm nichts zu sagen habe und wenn überhaupt, dann nur die Geschäftsleitung. Wie gehe ich mit soetwas um? Ich habe ihn vorerst um ein Gespräch gebeten.... Hinzu kommt, dass seine Tochter wohl im Sommer in unserem Unternehmen (und in meinem Team) ihre Ausbildung anfangen soll, was ich nach der jetzigen Situation nicht befürworten kann. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Guten Tag
Der erste Punkt, mit dem Kollegen das Gespräch suchen, haben Sie bereits gemacht. Bleiben sachlich und ruhig. Fragen Sie ihn, weshalb er so reagiere. Legen Sie ihm dar, wie Sie die Dinge sehen und wie Sie sich eine Zusammenarbeit wünschen und vorstellen. Bitten Sie ihn um Unterstützung und Mitarbeit.
Wenn das nichts nützt, dann empfehle ich Ihnen, Ihren Vorgesetzten einzuschalten, ich nehme an, Ihr Vorgesetzter und derjenige Ihres Kollegen ist derselbe? Da Sie dem Kollegen gegenüber nicht weisungsbefugt sind, bleibt Ihnen nicht viel anderes übrig.
Besprechen Sie die Angelegenheit mit dem Vorgesetzten und bringen Sie auch zum Ausdruck, dass Sie nicht gewillt sind, die Tochter im Team aufzunehmen, bis sich die Situation normalisiert hat. Wichtig ist auch zu klären, dass in einem Grossraumbüro jemand quasi als „Bürochef“ das Sagen haben muss, wenn eine solche Gemeinschaft funktionieren soll. Wenn Sie die „Bürochefin“ sind, dann ist es wichtig, dass Ihr Vorgesetzter das kommuniziert und Ihrem Kollegen zu verstehen gibt, dass Sie Ihm in Büroangelegenheiten weisungsbefugt sind.
Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter.
Beste Grüsse
Rolf Rado









