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Vom Fahrlehrer zum Studien- und Prüfungsleiter bei GS1 Switzerland

Iwan Isenschmid, eidg. dipl. Erwachsenen- und Berufsbildner
Iwan Isenschmid, eidg. dipl. Erwachsenenbildner und Ausbildner
INTERVIEW

Karriere-Kick


Antworten von Iwan Isenschmid

MAS (Master of Advanced Studies) Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement, diplomierter Erwachsenenbildner HF, Ausbilder mit eidg. Fachausweis

Frage 1: Ihr beruflicher Werdegang hat Sie über eine Spengler-Lehre und eine selbstständige Tätigkeit als Fahrlehrer in die Erwachsenenbildung geführt. War das eine bewusste Karriereplanung?

Nein, meine Grundidee war es, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Die Krisenjahre im Baugewerbe zwangen mich aber dazu nach Alternativen Ausschau zu halten. Die Nachbarin meiner Eltern suchte altershalber nach einem Nachfolger für ihre Fahrschule. Ich entschied mich dazu, die Ausbildung zum Fahrlehrer zu machen und mir damit neben der Spenglerei ein zweites Standbein aufzubauen. Der Erfolg gab mir recht, ich konnte das Risiko besser verteilen.  

 

Frage 2: Welche Kompetenzen haben Sie sich während Ihrer Zeit als Fahrlehrer angeeignet und wie können Sie heute noch davon profitieren?

Bereits in der Ausbildung wurde klar, dass Unterrichten meine grosse Stärke ist. Ich entwickelte eine riesige Leidenschaft für alle Themen, die mit Erwachsenenbildung im Kontext stehen. Als Fahrlehrer fand ich eine "Spielwiese" vor, auf der ich methodisch – didaktisch alles ausprobieren konnte. Ich hatte die Gelegenheit in diversen Settings (Einzelunterricht, Kleingruppen, Grossgruppen) zu unterrichten. Die Zeit als Fahrlehrer diente mir dazu, alle Facetten des Unterrichtens kennen zu lernen.

Die dadurch erlangten methodisch und didaktischen Kompetenzen, gepaart mit der Erfahrung in der täglichen Anwendung, dienen mir noch heute.

Frage 3:  Welche Schlüsselerlebnisse hatten Sie während Ihrer selbstständigen Tätigkeit als Fahrlehrer?

Ich musste mich mit vielen neuen Themen beschäftigen. Ich lernte ein Geschäft mit allen Rechten und Pflichten zu führen. Mir wurde klar, was es bedeutet selbständig zu sein. Ich lernte die Freiheiten, die einem dadurch geboten werden zu schätzen, lernte aber auch die Schattenseiten (60 Stunden Arbeitswochen, Existenzängste etc.) kennen.

Durch die tägliche Arbeit mit Menschen erlebte ich, wie individuell Menschen sind, dass es kein "Patentrezept" gibt. Individuelles Lernen führte zum Erfolg. Die Einflüsse ihrer Lebensumstände, Lernbiografien, Motivationen, Ängste etc. auf die Ausbildung zu erkennen, einzuordnen und in meine Arbeit zu integrieren, war herausfordernd und sehr bereichernd.


Frage 4: Ein wichtiger Karriereschritt war Ihre Tätigkeit als Bereichsleiter Test und Training beim TCS. Was war Ihre Motivation für diesen spannenden Job?

Ich erhielt die Möglichkeit, meine erlangten Fähigkeiten und Erfahrungen in einen anderen Kontext zu stellen. In einer schweizweit tätigen Organisation in einer Kaderfunktion zu arbeiten, stellte eine grosse Herausforderung dar, die mich motivierte und die ich gerne annahm.


Frage 5: Was waren die grössten Herausforderungen beim TCS und was waren Ihre konkreten Erfolge?

Durch die Grösse und die durch die Organisationsstruktur des TCS gegebenen Umstände, war es oft schwierig Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen, geschweige denn umzusetzen.

Die Test & Training tcs AG ist eine profitorientierte Tochtergesellschaft des TCS. Der TCS seinerseits stellt als Club eine Nonprofitorganisation dar. Dieser Umstand stellte sich oft als Herausforderung dar.

Im Jahr 2000 startete die Test & Training tcs AG mit einem Verkehrssicherheitszentrum im Stockental. Als ich die Firma verliess, umfasste das Portfolio 6 Zentren. Für die Aus- und Weiterbildung sowie die Qualitätssicherung der Instruktoren und Moderatoren zeichnete ich mich grösstenteils verantwortlich. In meinen Verantwortungsbereich gehörten zudem die Aus- und Weiterentwicklung der bestehenden und die Entwicklung neuer Produkte.

Ich durfte viele Grossprojekte und Events erfolgreich betreuen. Im Jahr 2008 gewann ich die European Eco Tour der (FIA) im Namen des TCS als Team Schweiz.

Anmerkung: mein Chef sagte an der Rede, die er anlässlich meines letzten Arbeitstages hielt:

«Iwan ist einer der Pioniere dieser Firma und hat einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg beigetragen.»


Frage 6: Sie haben sich laufend in der Erwachsenenbildung weitergebildet. Welche Inhalte/Lehrgänge waren dabei besonders wertvoll für die Praxis?

Einen Lehrgang oder einige Inhalte speziell herauszuheben ist schwierig. Vielmehr haben mir die Weiterbildungen immer wieder neue Inputs gegeben. Je grösser und umfangreicher das eigene Wissen in den verschieden Themengebieten ist, um so besser lassen sich Ableitungen, Verknüpfungen in die Praxis machen. Das theoretische Wissen hilft mir oft Situationen, die in der Praxis auftauchen zu verstehen und adäquat zu reagieren. Viele Weiterbildungen waren denn auch gleich der Anstoss für die nächste Weiterbildung. Ich bin ein Verfechter der Tatsache, in einer jeden Weiterbildung etwas Neues zu lernen.


Frage 7: Sie sind seit 2014 Studien- und Prüfungsleiter für Logistikfachleute bei der GS1 Switzerland. Was waren rückblickend in den letzten 4 Jahren die grössten Herausforderungen, die Sie in Ihrem Aufgabenbereich angetroffen haben und wie haben Sie diese gemeistert?

Eine der grössten Herausforderungen war es, das gewohnte Umfeld, die "Komfortzone" zu verlassen. Immer noch in der "Bildungswelt" aber nicht mehr im Umfeld der Automobilbranche, wagte ich nach 18 Jahren den Schritt, in die Welt der Logistik und des Supply Chain Managements. Etwas plakativ gesagt: "FROM HERO TO ZERO".

Im Aufgabengebiet selbst stand ich vor der Herausforderung, ein bereits sehr gutes Produkt noch besser zu machen. Eine weitere Herausforderung war und ist es, den Lehrgang und die Prüfung zum Logistikfachmann weiterzuentwickeln und den sich stetig ändernden Anforderungen anzupassen.

Es ist mir gelungen, mich in die neue Welt einzuarbeiten und die anstehenden Herausforderungen anzunehmen.


Frage 8:  Wofür werden Sie in Ihren beruflichen Tätigkeiten von Vorgesetzten, Mitarbeitenden und Kunden öfters gelobt?

  • Mein unternehmerisches Denken
  • Meine Zielstrebigkeit
  • Meine Verlässlichkeit
  • Meine strukturierte Arbeitsweise
  • Meine Kommunikationsfähigkeit
  • Meine Empathie
  • Meine Offenheit
  • Mein Führungsstil

 

Frage 9: Eine gute Fee kommt vorbei und Sie können sich Ihren Traumjob wünschen. Wie sähe dieser aus? (Darf auch etwas Verrücktes sein)

  • Ausbildner für spezielle Berufe (z.B. Kampfpiloten)
  • Testfahrer z.B. Autotests
  • Berichterstatter/Redaktor Reiseberichte

 

Frage 10: Und zum Schluss noch: Wie würden Sie sich als Typen beschreiben? Was ist Ihnen privat und beruflich wichtig?

Ich bin ein ausgeglichener, fröhlicher, feinfühliger positiv denkender Mensch. Ich bin gerne unter anderen Menschen. Ich bin unternehmenslustig, wissensdurstig und naturverbunden.

Ich habe Mühe mit Unehrlichkeit, Ungerechtigkeit und Intoleranz.

Es ist mir wichtig, dass mir mein Beruf Freude bereitet, interessant, fordernd und bereichernd ist. Ich übernehme gerne Verantwortung. Eine ausgeglichene Work- Life-Balance ist mir wichtig.

Kontakt
E-Mail: iwan.isenschmid@bluewin.ch
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