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Das Drogenproblem Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die männliche-weibliche Doppelform verzichtet; die weibliche Form ist jeweils mitgemeint.

Ein junger Mitarbeiter nimmt immer häufiger immer schwerere Drogen. Seine Leistung sinkt. An Meetings wirkt er wie abwesend. Er beteiligt sich kaum noch an Diskussionen.

 


Das ist ein Alarmsignal, eigentlich für alle im Team, aber mindestens für Dich als Führungsperson. Als Führungsperson bist Du für diesen Mitarbeiter der direkte Vertreter des Unternehmens mit der Aufgabe, sein persönliches Wohlbefinden mit dem Wohlergehen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Es ist aber auch eine Situation, in der Deine Führungsaufgabe an ihre Grenzen kommt. Du bist Führungsverantwortlicher, nicht Sozialarbeiter oder Therapeut. Wenn ein Mitarbeiter in einen solchen Abwärtsstrudel gerät, kann man das unter vier Perspektiven betrachten:

 

  1. Wie können alle im Team dem Mitarbeiter helfen, aus dem Abwärtsstrudel wieder herauszukommen? Hier geht es um menschliche Unterstützung von Arbeitskollegen in einem Team, um sonst nichts.
  2. Wer im Unternehmen ausserhalb des Teams kann dem Mitarbeiter helfen, aus dem Abwärtsstrudel wieder herauszukommen? Hier geht es darum, mögliche innerbetrieblichen professionelle Hilfen (HR-Abteilung, soziale Dienste) in Anspruch zu nehmen.
  3. Wer im Unternehmensumfeld kann dem Mitarbeiter helfen, aus dem Abwärtsstrudel wieder herauszukommen? Hier geht es darum, mögliche professionelle Hilfen (Psychologen, Ärzte) ausserhalb des Unternehmens in Anspruch zu nehmen.
  4. Was machen wir, wenn es der Mitarbeiter aller Hilfsangebote und -massnahmen zum Trotz nicht schafft, aus dem Abwärtsstrudel wieder herauszukommen? Hier geht es nicht um Hilfe für den Mitarbeiter sondern um den Schutz des Unternehmens.

 

Aus diesen 4 Perspektiven lassen sich für Dich als Führungsverantwortlichen folgende Empfehlungen ableiten: Sprich als erstes mit dem betroffenen Mitarbeiter unter vier Augen. Schildere ihm Deine Beobachtungen und beschränke Dich dabei auf Fakten. Bitte ihn darum, diese Fakten als „Fakten“ zu bestätigen. Enthalte Dich einer moralischen Bewertung seines Verhaltens und frage stattdessen nach Ursachen dafür aus der Sicht des Mitarbeiters. Vielleicht findest Du dort sogar „Stellschrauben“, an denen Du als direkter Vorgesetzter oder Teamleiter vielleicht etwas drehen kannst, weil sie etwas mit dem Arbeitsalltag des Mitarbeiters (z.B. Aufgabenzuteilung, Akzeptanz in Team, erfahrene Wertschätzung) zu tun haben.

 

Frage ihn, ob das Team bei der Bewältigung seiner Krise mit einbezogen werden sollte, sei es durch Ansprechen einzelner Personen oder durch Thematisierung in einem Team-Meeting. Vielleicht musst Du ihm auch klarmachen, dass es Deine Pflicht ist, nach diesem Gespräch die Personalabteilung darüber zu informieren, aber nicht, um ihm zu drohen, sondern um Dich selbst zu entlasten und eventuell auf weitere Hilfe zurückgreifen zu können.

 

Im Laufe eines solchen Gespräches solltest Du diesem Mitarbeiter verständlich machen, dass es Dir als seinem Chef nicht um eine moralische Verurteilung von Drogenkonsum geht, sehr wohl aber um schädliche Auswirkungen auf seine Leistungen oder Beiträge zum Team. Hier frühzeitig einzugreifen, um womöglich sich verstärkende Abwärtsentwicklungen zu stoppen, ist jedoch Deine Pflicht.

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«Für Probleme und Herausforderungen zwischen Menschen gibt es keine Patentrezepte, die immer und überall genau gleich angewendet werden können. Warum? Weil jede Person einzigartig und jede Situation einmalig ist. Eine ehrliche und nützliche Antwort auf Deine Frage kann deshalb nur darin bestehen, Dich auf gewisse Dinge aufmerksam zu machen, Dir Vorschläge zu unterbreiten, Empfehlungen auszusprechen. Versuche bitte nicht, einen Vorschlag, was Du vielleicht wie sagen könntest, wörtlich, womöglich auswendig gelernt, eins zu eins umzusetzen! Das wäre zum Scheitern verurteilt, weil es nicht authentisch aus Deinem Munde kommt. Was immer Du sagst und wie Du etwas machst, muss echt sein und von Dir kommen, wenn es etwas Positives bewirken soll. Nimm meine Antworten also bitte als Anregungen, nicht als Anweisungen! Vielleicht bringt Dich das auf eigene, noch bessere Ideen. Du bist eine Führungs-Persönlichkeit, kein Führungs-Roboter!»
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