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Der herablassende Mitarbeiter Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die männliche-weibliche Doppelform verzichtet; die weibliche Form ist jeweils mitgemeint.

Du wirst beim Vorbeigehen Zeuge, wie ein älterer Mitarbeiter zu einer jüngeren Kollegin herablassend spricht, ja sie regelrecht herunterputzt.


Hier nicht sofort entschieden einzugreifen wäre ein klares Führungsversäumnis! Als Vertreter eines Unternehmens mit einer auch nur einigermassen „humanen“ Unternehmenskultur darfst Du ein solches Benehmen nicht durchgehen lassen. Bitte den älteren Mitarbeiter um ein sofortiges Kurzgespräch unter vier Augen.

Mache ihm klar, dass Du jetzt, unabhängig von Deinem persönlichen Missfallen, als Vertreter der Firma mit ihm sprichst, die das Wohl aller Mitarbeiter im Auge hat und haben muss. Da ist für herblassendes Runterputzen von Kollegen, gleich welchen Geschlechts oder Alters, grundsätzlich kein Platz. 

 

Immer wieder berichten jüngere Mitarbeiterinnen, dass sie in einer Riege von älteren, männlichen Alpha-Tieren („Gockel-Verein“) einen schlechten Stand haben. Sie würden nicht ernst genommen, wie „dumme Gänse“ behandelt, erhielten immer wieder nur die „Drecksarbeit“. Dies verletzt nicht nur die betroffenen Mitarbeiterinnen, es schadet auch dem Unternehmen, weil das vielleicht enorme Beitragspotential gerade von jüngeren Mitarbeiterinnen - man denke an unkonventionelle Ideen, kommunikative Fähigkeiten, atmosphärische Beiträge - genau dadurch verschüttet wird. In Unternehmen, die vielleicht schon viele Jahrzehnte alt sind und auch im 21. Jahrhundert weiterhin florieren wollen, interagieren Frauen und Männer, jüngere und ältere Mitarbeiter, hierarchisch weiter unten und weiter oben Stehende auf Augenhöhe, mit gegenseitigem Respekt und in freundlichem Ton. Das ist nichts als „soziale Hygiene“, die genauso zur Firmen-Hygiene gehört wie die „physische Hygiene“ in den Toiletten oder im Personalrestaurant.

 

Dein älterer Mitarbeiter, mit dem Du jetzt sprichst, der vielleicht sogar älter ist als Du, muss daran erinnert werden und sein eigenes, soeben gezeigtes und von Dir beobachtetes Benehmen damit vergleichen können. Und jetzt kommt der zentrale Punkt, der darüber entscheidet, ob Du ein „guter“ oder „schlechter“ Anwalt einer humanen und zeitgemässen Unternehmenskultur bist. Es ist nämlich die Frage, wie Du den älteren Mitarbeiter daran erinnerst. Bist Du selber dabei herablassend, belehrend, verurteilend, zurechtweisend, degradierend, dann hast Du als Führungsperson verloren. Der ältere Mitarbeiter wird dich innerlich auslachen, und das zurecht. Nein, die Art und Weise, wie Du dem älteren Mitarbeiter die Werte Deines und Seines Unternehmens in Erinnerung rufst, wird in seinen Augen Deinen „Wert“ als Führungsperson bestimmen! Also bitte auf Augenhöhe, mit Respekt und in freundlichem Ton.

 

Du machst es Dir und Deinem älteren Mitarbeiter leichter, wenn Du immer wieder von der gemeinsamen Kultur sprichst, die „für uns alle gilt, für dich ebenso wie für mich wie für die jüngere Mitarbeiterin“, „von der wir doch alle profitieren, weil sie uns allen unsere Würde gibt“. Solche Formulierungen betonen das verbindende „Wir“, das alle an der von Dir beobachteten Szene Beteiligten - „Opfer“, „Täter“ und Du selbst als „Zeuge“ - gedanklich in ein gemeinsames Boot bringt.

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