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Der lästernde Mitarbeiter Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die männliche-weibliche Doppelform verzichtet; die weibliche Form ist jeweils mitgemeint.

Ein Mitarbeiter spricht mir gegenüber schlecht über Kollegen.


Wenn Du dabei nicht rasch einschreitest, begibst Du Dich auf ein gefährliches Glatteis! Warum? Weil Du durch Dein Zuhören zum Verbündeten Deines Gesprächspartners gegen den Kollegen werden würdest! Weil Du durch Dein Zuhören in einen Konflikt hineingezogen werden würdest, der Dich noch sehr viel Zeit und Mühe kosten kann. Weil Du durch Dein Zuhören ein Exempel statuieren würdest, dass es in Deinem Team okay ist, sich über Team-Mitglieder hinter deren Rücken zu beschweren. Ganz besonders letzteres wäre ein eklatanter Führungsfehler mit nachhaltigen, toxischen Folgen für das Klima im Team.

 

Es gibt eine versteckte, lauernde Falle, in die Du nicht hineintappen solltest! Was ist diese Falle? Sie besteht darin, dass Du dem Mitarbeiter, der schlecht über Kollegen spricht, insgeheim zustimmst. Wenn Du seine negative Beurteilung der/des Kollegen teilst, er Dir mit seinen Worten eigentlich aus dem Herzen spricht, könntest Du versucht sein, ihm offen und noch so gerne, womöglich zustimmend nickend, zuzuhören, weil er ja Deine eigene Meinung über den/die Kollegen bestätigt. Wenn das geschieht, bist Du voll in die Falle getappt. Und Achtung! Vielleicht hat der Mitarbeiter diese Falle Dir sogar mit Absicht ausgelegt - und Du bist hineingefallen. Ja, leider gibt es solche Menschen, und da ist Wachsamkeit und sofortiges Eingreifen gefragt.

 

Also was ist zu tun, wenn Dein Mitarbeiter angefangen hat, sich über Kollegen auszulassen? Höflich, aber entschieden Unterbrechen! Das könnte etwa so tönen: „Bitte entschuldige, wenn ich Dich hier unterbrechen muss! Es geht nicht, dass in unserem Team schlecht über andere Team-Mitglieder in deren Abwesenheit gesprochen wird. Das ist nicht unsere Kultur. Bei uns spricht man miteinander, nicht übereinander!“ Mit solchen oder ähnlichen Worten verwirklichst Du Führung, nicht was die Ausführung von Aufgaben, sondern die Team-Kultur anbetrifft. Und eine gute Team-Kultur zu gestalten und zu erhalten, ist eine Führungsaufgabe allerersten Ranges.

 

Zu einer kulturell wirksamen Führungskultur gehört allerdings auch, dass Du Deinem soeben zurecht gewiesenen Mitarbeiter eine Problemlösung anbietest. Um ihn ins Boot zu holen, empfiehlt es sich, zunächst eine Bestätigung von ihm einzuholen, indem Du beispielsweise fragst: „Macht das für Dich Sinn, dass wir eine Kultur pflegen wollen, in der wir eben nicht über einander, sondern miteinander reden?“ Dem wird sich der Mitarbeiter kaum verweigern können. Dann kannst Du ihn fragen: „Kannst Du das mit dem/den Kollegen alleine klären, oder braucht Ihr mich dazu?“ (Mit dem „Ihr“ machst Du ihm übrigens deutlich, dass Dir die Kollegen, über die er sich beklagt, genauso wichtig sind, wie er!) Vielleicht kannst Du ihn dazu ermuntern, es erst einmal ohne Dich zu versuchen, und nur dann auf Dich als Vermittler zurück zu greifen, wenn die Mitarbeiter es ohne dich nicht geschafft haben sollten. Zweifellos sollst Du gegebenenfalls als Vermittler zur Verfügung stehen, aber darum reissen solltest Du Dich im Interesse Deiner eigenen Belastung als Führungsperson nicht.

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«Für Probleme und Herausforderungen zwischen Menschen gibt es keine Patentrezepte, die immer und überall genau gleich angewendet werden können. Warum? Weil jede Person einzigartig und jede Situation einmalig ist. Eine ehrliche und nützliche Antwort auf Deine Frage kann deshalb nur darin bestehen, Dich auf gewisse Dinge aufmerksam zu machen, Dir Vorschläge zu unterbreiten, Empfehlungen auszusprechen. Versuche bitte nicht, einen Vorschlag, was Du vielleicht wie sagen könntest, wörtlich, womöglich auswendig gelernt, eins zu eins umzusetzen! Das wäre zum Scheitern verurteilt, weil es nicht authentisch aus Deinem Munde kommt. Was immer Du sagst und wie Du etwas machst, muss echt sein und von Dir kommen, wenn es etwas Positives bewirken soll. Nimm meine Antworten also bitte als Anregungen, nicht als Anweisungen! Vielleicht bringt Dich das auf eigene, noch bessere Ideen. Du bist eine Führungs-Persönlichkeit, kein Führungs-Roboter!»
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