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Der zurückhaltende Mitarbeiter Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die männliche-weibliche Doppelform verzichtet; die weibliche Form ist jeweils mitgemeint.

Ein an sich geschätzter Mitarbeiter verhält sich in Team-Meetings in letzter Zeit sehr zurückhaltend und meldet sich bei der Suche nach Lösungen nie zu Wort.


Da fragst Dich natürlich als allererstes: Was ist mit diesem Mitarbeiter los? Warum ist er in Passivität versunken? Diese Frage ist für eine Lösungsfindung goldrichtig. Doch bevor Du diese Frage weiterverfolgst, frage Dich selbst: Was löst das Verhalten des Mitarbeiters bei mir aus? Macht es mich wütend? Bin ich enttäuscht? Werde ich dadurch verunsichert? Du bist, genau wie Dein Mitarbeiter, ein Mensch mit Emotionen. Das ist okay. Es gehört zu uns Menschen, egal ob im privaten oder beruflichen Umfeld. Wenn wir unsere Emotionen ignorieren oder gar verdrängen, weil sie angeblich „unangebracht“ oder „nicht professionell“ sind, müssen wir damit rechnen, dass sie irgendwie und irgendwann, meist zum ungünstigsten Zeitpunkt doch wieder hoch- und uns dann wirklich in die Quere kommen. Deshalb eine erste Empfehlung: Werde Dir Deiner eigenen Emotionen bewusst und nehme sie erst einmal an! Und dann frage Dich: Warum macht mich das wütend? Oder: Warum bin ich vom Mitarbeiter enttäuscht? Oder: Warum bin ich jetzt verunsichert? Dann erfährst Du etwas über Deine Erwartungen, Deine Wünsche, Deine Hoffnungen, vielleicht auch etwas über Deine (Un-)Geduld, Deinem Druck, unter dem Du stehst, und den Du vielleicht - unbewusst? - an Deine(n) Mitarbeiter weitergegeben hast...

 

Keine Frage, Du wirst mit dem Mitarbeiter sprechen müssen, wenn sich sein teilnahmsloses Verhalten an Teamsitzungen wiederholt. Wenn Du Dich aber bis dahin den obigen Fragen gestellt hast, wirst Du mit einer klareren, bewussteren Ausgangslage in das Gespräch gehen, und das wird sich positiv auf dessen Einstieg und Verlauf auswirken. Vielleicht kannst Du auch die Antworten, die Dir auf diese Fragen gekommen sind, als Einleitung verwenden - also etwa so: „Ich kenne Dich eigentlich als aktiven Teilnehmer an Team-Meetings, der sich immer stark an der Suche nach Lösungen beteiligt. Bei den letzten drei Team-Meetings habe ich allerdings das glatte Gegenteil bei Dir erlebt. Das hat mich, ehrlich gesagt, zuerst verunsichert und dann sogar wütend gemacht. Inzwischen habe ich mich wieder beruhigt und möchte mit Dir darüber sprechen.“ Dein Mitarbeiter weiss nun, woher Du kommst. Er wurde durch Deine Worte in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit versetzt und hat auch mitgekriegt, dass Du, sein Chef, ein Mensch bist, der normale menschliche Reaktionen hat. Das wird es ihm leichter machen, sich Dir gegenüber zu öffnen.

 

Und jetzt sollte sich daran unmittelbar der dritte Schritt anschliessen, der ein Lösungsgespräch in Gang setzt. Er tönt etwa so: „Habe ich es aus Deiner Sicht richtig wahrgenommen, dass Deine Einsatz während Team-Sitzungen in letzter Zeit massiv zurückgegangen ist? Und falls ja, lass uns miteinander klären, warum!“ Dann übergib Deinem Mitarbeiter das Wort und höre ihm offen, aufmerksam und einfühlsam zu, möglichst ohne zu werten, was er sagt. Vermutlich ist ihm irgendeine Laus über die Leber gelaufen, die vielleicht gar nichts mit Dir oder Deinem Verhalten zu tun hat. Und falls doch, und womöglich auf Grund eines ungeschickten und unaufmerksamen Verhaltens Deinerseits, dann entschuldige Dich bei ihm.

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«Für Probleme und Herausforderungen zwischen Menschen gibt es keine Patentrezepte, die immer und überall genau gleich angewendet werden können. Warum? Weil jede Person einzigartig und jede Situation einmalig ist. Eine ehrliche und nützliche Antwort auf Deine Frage kann deshalb nur darin bestehen, Dich auf gewisse Dinge aufmerksam zu machen, Dir Vorschläge zu unterbreiten, Empfehlungen auszusprechen. Versuche bitte nicht, einen Vorschlag, was Du vielleicht wie sagen könntest, wörtlich, womöglich auswendig gelernt, eins zu eins umzusetzen! Das wäre zum Scheitern verurteilt, weil es nicht authentisch aus Deinem Munde kommt. Was immer Du sagst und wie Du etwas machst, muss echt sein und von Dir kommen, wenn es etwas Positives bewirken soll. Nimm meine Antworten also bitte als Anregungen, nicht als Anweisungen! Vielleicht bringt Dich das auf eigene, noch bessere Ideen. Du bist eine Führungs-Persönlichkeit, kein Führungs-Roboter!»
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