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In vier Stunden zur fotografischen Erleuchtung

Gerold Guggenbühl (52) kam vor fünf Jahren etwas unverhofft zur professionellen Fotografie. Seither lässt sie ihn nicht mehr los. Besonders die Städte- und Reisefotografie hat es dem selbständigen Personalberater angetan.

 

Wie sind Sie zum Fotografieren gekommen?

Ich habe schon immer extrem gerne fotografiert. Dann gingen wir 2010 auf Weltreise und ich dachte eigentlich, ich schreibe mehr für unseren Blog und meine Frau fotografiere. Das hat sich dann aber anders entwickelt. Wir waren unterwegs in den schönsten Gebieten. Aber die Fotos habe ich immer auf Automatikprogrammen geschossen. Als wir dann unseren Wohnwagen verkaufen wollten, interessierte sich per Zufall David Simchock dafür. Das ist ein sehr bekannter amerikanischer Fotograf, der vor allem Concert Shootings macht. Und der hat mir dann in vier Stunden das Fotografieren erklärt. Wirklich so, dass ich alle Zusammenhänge der Kameraeinstellungen begriffen habe. Von da an war ich erleuchtet und habe jeden Tag ausprobiert, was man einstellen muss, um die Fotos zu bekommen, die man will. Wir waren zwei Jahre lang unterwegs und die Bilder wurden immer besser. Wenn du weisst, was du mit der Kamera machst, schaust du automatisch auch die Sachen anders an. Du kannst dich immer noch mehr vertiefen und noch besser werden. So habe ich das durchgezogen und versucht, gute Fotos zu machen.

 

Sind Sie nach der Rückkehr dann direkt mit Aufträgen durchgestartet? Oder wie hat sich das entwickelt?

Durchgestartet? In der Fotografie fasst man nicht von heute auf morgen Fuss. Ich habe nie gesucht oder Firmen angeschrieben. Aber einige Aufträge haben sich einfach ergeben. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass wir 2011 eine Pause in der Schweiz gemacht haben und ich da das Sechseläuten fotografiert haben. Die fanden meine Bilder grossartig und seither bekomme ich jedes Mal den Bändel, mit welchem ich im Innenring mitgehen kann. Aber auch heute noch: Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Ich lasse alles auf mich zukommen, aber ich pushe es nicht aktiv.

 

Haben Sie auch eine schulische Ausbildung absolviert?

Nein, nur die 4 Stunden mit David Simchock. Ich kokettiere damit natürlich. Das ist ein Grundlagenkurs. Tatsächlich verbrachten wir mit ihm viel Zeit auf den Florida Keys und Sanibel Island. Das war zwar keine "richtige" Ausbildung, aber ein Schüler/Lehrer-Verhältnis allemal. Und ich habe seither sehr viele Bücher gelesen und im Internet recherchiert über Gestaltung, White Balance und Farbenlehre, eigentlich über alles was Fotografie betrifft. Man lernt in der Fotografie nie aus.

 

Was ist Ihnen beim Fotografieren besonders wichtig?

Da gibt es verschiedene Sachen. Zum Beispiel Städtefotografie: Wenn man in einer Stadt fotografiert, sollte man irgendwo noch sehen, dass das Bild dort entstanden ist. Fotografiere ich beispielsweise die Velos dort hinten, muss unbedingt die Kuppel der ETH mit aufs Foto. Dann kann das Bild nur in Zürich entstanden sein. Viele Leute nehmen zum Beispiel einen wunderschönen Rosenstrauch auf und sagen dann: Das war in Paris. Dabei kann der Rosenstrauch ja auch in Bangkok stehen! Also versuchen, ein Motiv in Zusammenhang mit dem Ort zu zeigen, was natürlich nicht immer möglich ist.

Auf dem Ballenberg habe ich zudem einmal das schönste Kompliment bekommen, das ein Fotograf eigentlich kriegen kann. Man hat mir gesagt, ich hätte mit meinen Bildern die Seele des Ballenbergs eingefangen. Das ist schon etwas, was man gerne hört. Auch beim Sechseläuten haben mir nicht bekannte Zünfter geschrieben, meine Bilder seien so schön, sie hätten alles noch einmal miterleben können. Damit möchte ich sagen, dass aussagekräftige Fotostrecken genauso wertvoll wie ein einzelnes Super-Foto sind.

 

Was möchten Sie beim Fotografieren zum Ausdruck bringen?

Das ist natürlich von Auftrag und Sujet abhängig. Es gibt viele verschiedenste Arten der Fotografie und jede einzelne Art benötigt Spezialwissen und Erfahrung. Das höchste der Gefühle ist natürlich, wenn die Fotografien einem Fotografen zugeordnet werden können, was wohl aber nur ganz wenigen gelingt.


Welche Sujets fotografieren Sie am liebsten?

Ich fotografiere gerne an Veranstaltungen, zum Beispiel an einem Umzug oder an der Fasnacht. Und ich mag die Städtefotografie. Ich war zum Beispiel ganz alleine vier Tage lang in Paris. Das war toll. Extrem anspruchsvoll und interessant ist die Unternehmens-Fotografie, da jede Unternehmung eine andere Bildsprache benötigt. Da ist es aber wichtig, dass man eigene, künstlerische Ansprüche ganz hinten anstellt. Die passende Bildsprache zum Unternehmen steht absolut im Vordergrund.

Sie bieten Website-Betreibern eine kostenlose Kurzeinschätzung mit Verbesserungsvorschlägen zu den Bilderwelten an. Was können Firmen von Ihnen erwarten?

Für ein Unternehmen ist es äusserst wichtig, dass die Bildsprache der Corporate Identity entspricht. Da sehe ich immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten. Ein Bild kann eine gute Beschreibung eines Themas zunichtemachen. Als Beispiel: In einer Broschüre stellt eine Chemie-Firma ihre Schutzmassnahmen für die nahe Bevölkerung vor. Der Artikel wird mit einem Bild eines Firmenmitarbeiters im giftig-grünen „Ebola-tauglichen“ Chemieschutzanzug illustriert… Ich gebe auch Hinweise zur technischen Qualität der Bilder und nicht zuletzt zu eventuellen Verletzungen von Bildrechten, was ein Unternehmen teuer zu stehen kommen kann.


Wie sehen Ihre Zukunftspläne bezüglich Fotografie aus?

Mein Traum ist, dass mir irgendein Sponsor das Reisen bezahlt - also Reisefotografie. Das ist jetzt aber wirklich ein Traum… Ich werde mich in Zukunft vor allem der Unternehmensfotografie widmen. Von der Fotografie zu Leben ist nicht ein konkretes Ziel, aber ein Wunsch. Ich glaube, man kann das nicht erzwingen. Es gibt wahrscheinlich auch Leute, die meine Bilder nicht so gut finden. Und andere finden sie super. Die Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.

 


Gerold Guggenbuehl, Fotograf Zürich

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